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Erkenntnis: Wahr ist, was funktioniert!

11. März 2012

Eine wissenschaftliche Beschreibung beinhaltet eine Funktion. In der Methode ist angelegt, ob deskriptive, normative oder prädiktive Aspekte  im Mittelpunkt stehen. Wenn sich die Meteorologie dem Phänomen des Wetters annähert, so ist die Wettervorhersage eine wichtige Zielsetzung. Ist die Vorhersage fehlerhaft, werden die Modelle modifiziert. Wird die Funktion nicht erfüllt, gilt die wissenschaftliche Beschreibung des Gegenstands als nicht angemessen. Wahr ist demnach, was funktioniert.

Bei der psychologischen Konzeption der Intelligenz kommt der Vorhersage ebenfalls zentrale Bedeutung zu. Und tatsächlich ist der „Intelligenzquotient“ der zuverlässigste Prädiktor für beruflichen Erfolg. Was Intelligenz „ist“, kann die Psychologie jedoch bis heute nicht befriedigend beantworten.

Die Neurowissenschaften wollen klären, welche neuronalen Mechanismen menschliches Bewusstsein hervorbringen — wie Bewusstsein funktioniert. Die Philosophie fokussiert die phänomenale Gestalt — sie betont was Bewusstsein „bedeutet“.

Die Zielsetzung wird somit eine Facette des Gegenstandes. Sie färbt, wie „Wirklichkeit“ erscheint. Ein Philosoph, der das Wetter vorhersagen will, wird schließlich zum Meteorologen.

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