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Objektive vs. subjektive Vernunft

27. Oktober 2011

Ist es möglich, die Wirklichkeit vollständig zu erkennen bzw. zu beschreiben? Den Versuch unternehmen prominent die Naturwissenschaften. Wo liegen die Grenzen dieses Ansatzes? Der Papst hat kürzlich in seiner Rede vor dem Bundestag dieses Thema angesprochen und zur Diskussion aufgerufen.

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6 Kommentare leave one →
  1. 29. November 2011 23:06

    Der Soziologe Hans Joas in seinem neuen Buch „Die Sakralität der Person. Eine neue Genealogie der Menschenrechte“ : Letzte Werte könnten nicht rein rational begründet werden. Zu ihnen gehöre auch die „affektive Intensität unserer Bindung“.

    Die universale Menschenwürde sei in einem Sakralisierungsprozess entstanden: Der Heiligsprechung jedes menschlichen Wesens.

    (Rezension: Dirk Lüddecke, SZ vom 29.11.2011: http://tiny.cc/w612f)

  2. 17. November 2011 01:34

    Die Phänomenologie weist darauf hin, dass sich die Wirklichkeit in der „Begegnung“ von Objekt und Subjekt manifestiert. Weder Objekt noch Subjekt können isoliert betrachtet werden — noch nicht einmal angenommen werden.

    Das „Phänomen der Begegnung“ — die Wirklichkeit — zeigt sich in Abhängigkeit der gewählten (methodischen) Perspektive (z. B. Naturwissenschaft, Kunst, Theologie etc.).

    Die Naturwissenschaft ist demnach nur eine mögliche Beschreibung der Wirklichkeit — sie kann niemals vollständig sein.

  3. Ettore permalink
    29. Oktober 2011 17:59

    Nur eine weitere Frage als Beitrag: Wer wirft das Problem der Grenzen der Naturwissenschaften auf? Aus welchem Gesichtspunkt heraus? 1) Vielleicht die Wissenschaften? (In diesem Fall sollte man die wissenschaftliche Methode – Beobachtungen, Hypothesen, Berechnungen, Messungen, Experimenten, Theorien usw. – auch auf das wissenschaftliche Verfahren selbst anwenden können: wie das? Ist das möglich?) 2) Die Philosophie? Oder 3) der gesunde Menschenverstand?
    Man verwendet normalerweise den Ausdruck Wissenschaftstheorie, um die Reflexion über die Naturwissenschaften zu bezeichnen. Doch mit welcher Methode und aus welcher Perspektive heraus reflektiert die Wissenschaftstheorie über die Grenzen der Naturwissenschaften? Wer überprüft wiederum die Reflexionen der Wissenschaftstheorie?

    • 9. November 2011 22:34

      Mich interessiert zunächst eine „wissenschaftliche Stellungnahme“. Ich denke, dass die Wissenschaftstheorie gefragt ist. Welche Methode kann geeignet sein — jedenfalls keine Naturwissenschaftliche, oder?

Trackbacks

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